Beinahe unbemerkt schlich sich der taiwanesische Smartphonebauer HTC an die vorderste Spitze der Handyproduzenten heran. Am vergangenen Donnerstag war HTC den Anlegern und Aktionären in Taipeh erstmals mehr Wert als das finnische Unternehmen Nokia.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1997 in Taoyuan und dort begann man erst vor rund sechs Jahren damit, Menschen auf der ganzen Welt mit seinen eigenen Smartphone-Kreationen zu begeistern. In den elf Jahren ihrer Firmengeschichte arbeitete sich HTC vom reinen Auftragsfertiger für diverse Netzbetreiber zum Eliteunternehmen und Hersteller von Smartphones hoch. Ein frühes Bündnis mit Microsoft, für dessen Handy-Betriebssystem HTC eine Zeit lang jedes zweite Gerät gebaut hatte, katapultierte das Unternehmen schließlich in eine neue Liga.

Erst im Jahr 2006 beschloss die Firmengründerin Cher Wang, dass HTC sich als Marke etablieren sollte. Nur zwei Jahre danach war es dann soweit: HTC enthüllte den ersten iPhone-Rivalen, das erste Smartphone, auf dem das Google Betriebssystem Android lief. Und mit einem Paukenschlag stand die taiwanesische Firma im Licht der Öffentlichkeit und wurde zum ersten Mal auch wirklich “bemerkt”.

Das Unternehmen baute achtzehn Monate lang exklusiv Smartphones für Android und zuletzt kamen 13 Prozent aller Smartphones, die für den westeuropäischen Markt bestimmt waren von HTC. Diese Ergebnisse gab das Marktforschungsinstitut Gartner unlängst bekannt. Nokia hingegen sank von 46 Prozent der Marktanteile auf schlappe 25 Prozent ab. Zwar verkauft Nokia weltweit gesehen immer noch die meisten Feature Phones, doch HTC hat als junges Unternehmen einige erhebliche Vorteile gegenüber dem Handy-Riesen aus Finnland. HTC konzentrierte sich von Beginn an auf die Erzeugung und Konzeption von Smartphones.

Smartphones gelten als Wachstumsmotor der gesamten Elektronik-Branche und bis zum kommenden Jahr dürften weltweite Absätze von 630,5 Millionen Stück verzeichnet werden, schätzt Gartner. Auch für dieses Jahr erwartet die Marktforschung noch Zuwächse um rund 58 Prozent.

Die Marktanalysten sehen in HTC einen der Favoriten der Branche. Der Konzern selbst setzte mit Android offenbar auf das richtige Pferd und die Forscher von Gartner stellen dem Konzern die besten Zukunftsprognosen aus. Ende 2012 wird schon die Hälfte aller Smartphones mit Android laufen, hieß es in der Analyse weiter. Allerdings warnen die Marktforscher auch davor zu euphorisch zu werden, denn gerade für junge Unternehmen sei es besonders schwierig sich auf dem Markt langfristig und nachhaltig zu behaupten.

Wir berichten täglich über alle Neuigkeiten zu Smartphones & Tablets. Immer up2date bleibst du ganz einfach:

Klicke den "Gefällt mir"-Button unserer Facebook-Fanseite, cycle unsere Google+ Page oder folge uns einfach auf Twitter