Der Cloud-basierte Mapping-Dienst Here funktioniert auf den gängigsten Plattformen und Geräten. Neben einer einfachen Kartendarstellung bietet Nokia auch eine Navigationsfunktion. Weiterhin kann der Nutzer favorisierte Locations speichern.

Nokia Here

Auch lerne Nokia aus Fehlern der Konkurrenz. So bietet Here gleich zu Beginn eine Report-Funktion, mit der Fehlerberichte an Nokia gesendet werden können. Zusätzlich können Nutzer sogar Änderungen an dem Kartenmaterial von Here vornehmen und so den Service direkt und eigenständig verbessern.

Here basiert in der Browserversion auf HTML 5 und ist so auch von mobilen Browsern wie dem Safari ansteuerbar. Eine iOS-App wurde allerdings schon seitens Nokia eingereicht und befindet sich aktuell im Überprüfungsstadium. Diese Überprüfung wird auch richtungsweisend für die kommende Stand-alone App von Google Maps für iOS 6 sein. Interne Quellen befürchten nämlich, dass Apple die Google Maps-App nicht freigeben könnte.

Die iOS-App von Here wird eine Navigation mit Sprachsteuerungund Offline-Navigation (Routenberechnung muss online geschehen) bieten. Auch soll das Kartenmaterial teilweise in 3D zur Verfügung stehen. Nokia investierte nämlich eine Millionensumme in unbekannter Höhe in die kalifornische 3D Mapping-Firma Earthmine. Weitere Details dazu will das Unternehmen jedoch erst in einigen Tagen/Wochen veröffentlichen. Fakt ist: Nokia Maps besaß 3D Karten schon seit Jahren. Im Gegensatz zu Apple, die sich die 3D Flyover-Technologie nur durch den Kauf des Startups C3 Technology aneignen mussten, kann das Unternehmen daher schon auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen.

Nokia Here 3D Kartenmaterial

Nokia geht daher auch schon einen Schritt weiter: So soll die Handy-Kamera genutzt werden, um dem Nutzer eine “Augmented Reality” zu bieten. Navigationspfeile könnten so direkt in die 3D-gerenderten Straßenzüge gelegt werden. Auch Gebäude könnten so aus Sicht des Nutzers angezeigt und ggf. markiert werden.

Nokia Here Webbrowser

Michael Halbherr, Nokias neuer Chef für den Dienst “Here”, zeigte auf der Vorstellung, wie Nutzer das Kartenmaterial über das Mapersteller-Tool verbessern können. Die geupdateten Kartendaten sollen innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden für alle Nutzer zur Verfügung stehen. Durch die Mithilfe der Communit soll Here stets aktuelles Kartenmaterial besitzen. Fehlende Karten- oder Straßendaten könnten so schnell von regionalen Anwohnern eingetragen werden.

Nokia will künftig weiter in den App-Markt investierten. Der Mapping-Service soll daher laut dem CEO Stephen Elop zu einem von fünf Geschäftseinheiten gehören. Die vier weiteren Einheiten sind das Smartphone-Geschäft, klassische Handys, Patente und Mobilfunknetzwerke.

Nokia Here Places

Nokia will seinen Dienst zudem durch Partnerschaften weit verbreiten. So entwickeln sie z.B. gemeinsam mit Firefox an einer Umsetzung von Hre auf Firefox OS, einer auf HTML 5 basierenden Firmware für mobile Geräte. Zudem wurde ein SDK (Software Development Kit) samit API für Android angekündigt.

Die Freigabe für den iOS AppStore wird in den “nächsten Wochen” erwartet. Jeder iOS-Nutzer sollte Nokias Mapping-Dienst auf jeden Fall eine Chance geben. Ob das Unternehmen seine großartigen Versprechungen wirklich einhalten kann, bleibt aber natürlich abzuwarten.

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