Allein mit einer neuen Hardware kann man auf dem Smartphone-Markt kein Blumentopf mehr gewinnen. Aus diesem Grund kündigte Apple an, seine Software-Releasezyklen mit den Hardware-Releasezyklen zusammenzulegen. Die Kombination aus neuer Software plus Hardware erzeugt einfach mehr Medienrummel.

Natürlich hat dies auch die Konkurrenz Apples erkannt. RIM verabschiedete sich von webOS, um sich beliebterer Software zu beugen. Der guten Hardware von RIM in der Kombination mit einer sehr guten Software, rechne ich sehr gute Chancen aus.

HTC ist da schon einen Schritt weiter. Sie stürzten sich von Anfang an auf das Betriebssystem Android. Google leistete dermaßen gute Arbeit mit der Firmware, dass diese innerhalb kürzester Zeit an die Erfolge von iOS anknüpft. HTC überlegt nach den neuesten Gerüchten jedoch, sich von Android zu trennen. Der Grund ist einfach:

Google entwickelt in anderen Entwicklungszyklen wie HTC. HTC muss seine Geräte an die Software anpassen. Die Absprachen zwischen zwei so gigantischen Unternehmen sehe ich als sehr schwierig an.

Aus diesem Grund scheint HTC eine eigene Firmware zu planen. Ob diese jedoch durch einen Drittanbieter entwickelt wird oder ein “Produkt des Hauses” wird, ist derzeit noch völlig unklar. Fest steht jedenfalls, dass das schnellst-wachsende Unternehmen auf dem Smartphone-Markt genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hat, um dies auch wirklich anzugehen. Am Anfang der Karriere von HTC war dies definitiv noch nicht möglich.

Laut der Mitbegründerin von HTC, Char Wang, wurde sogar über den Kauf von webOS nachgedacht:

Wir haben darüber nachgedacht und die Sache intern besprochen. Die Stärke von HTC liege darin, ein Betriebssystem zu verstehen, […] aber das bedeutet noch lange nicht, dass wir ein eigenes Betriebssystem kaufen müssen. Es ist viel einfacher, die vorhandenen Systeme unterschiedlicher Hersteller zu benutzen.

Ich kann Wang da nur beipflichten. Firmwares anderer Hersteller zu nutzen ist selbstverständlich einfacher – aber auch innovativer?

Char WangAlle Gerüchte zu Eigenentwicklungen seitens HTC werden jedoch abgewiesen. Char Wang äußerte sich dazu in einem Interview:

We can use any OS we want. We are able to make things different from our rivals on the second or third layer of a platform.

HTC setzt möchte also im Gegensatz zu den derzeitigen Gerüchten nicht auf ein komplett eigenes Betriebssystem setzen, sondern auf eigene Oberflächen. Android ist ein offenes Betriebssystem und ist offen für Veränderungen. Das HTC auf Android setzt, finde ich sehr gut. Ich hoffe persönlich auch, dass dies so bleibt und die Gerüchte nur Spekulationen bleiben.

Dennoch muss man einen letzten Punkt hinzufügen: Die Update-Politik sollte deutlich verbessert werden. Um die neuen Geräte zu vermarkten, lassen alle Hersteller ihre alten Geräte auf den alten Betriebssystemen.

Aus Sicht des Unternehmens ist dies jedoch ein zugegebenermaßen logischer Schritt: Wer würde ein “neues” Gerät kaufen, welches im Vergleich zum alten nur einen 0,1 Zoll größeren Display besitzt, 12 MB mehr RAM und 100 MHz mehr Rechenleistung? Die Software ist derzeit einfach noch das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den einzelnen Modellen.

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