Nokia plant schon seit längerer Zeit durch ein Redesign seiner Geräte wieder auf die Beine zu kommen. In wenigen Wochen sollen, wenn es nach den Plänen des finnischen Herstellers geht, die ersten neuen Windows Phone-Geräte der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das erste Smartphone mit Namen Sea Ray wurde bereits vor Kurzem  durch Nokia-Boss Stephen Elop vorgestellt. Vorerst allerdings nur firmenintern. Die Informationen drangen natürlich dennoch schnell nach Außen – ob beabsichtigt oder nicht sei dahingestellt.

In jedem Fall sah man als Betrachter der Bilder schon, dass Nokia sehr daran interessiert ist, den neuen Smartphones eine überarbeitete Optik zu geben. Das amerikanische  Branchenmagazin Wall Street Journal berichtete nun, dass die Entwicklung der ersten Windows-Phone-Smartphones rund 18 Monate gebraucht haben. Sie sind unter der Leitung des Nokia Chef-Designers Marko Ahtisaari entstanden, der in stetem Kontakt mit Stephen Elop stand.

Das Wall Street Journal berichtete in diesem Zusammenhang von einem Novum bei Nokia. Dieser intensive Kontakt zwischen der Hardware-Entwicklungsabteilung und der Konzernspitze zeige, wie sehr Nokia an der grundlegenden Überarbeitung der Hardware interessiert sei. Ahtisaari sei auch schon maßgeblich für das Aussehen des Nokia N9 verantwortlich gewesen, das bereits im Juni dieses Jahres präsentiert wurde. Laut dem WSJ soll vor allem dieses Smartphone ein deutlicher Indikator dafür sein, in welche Richtung Nokia mit seinem neuen Design strebe. Ähnlich könnten nun auch weitere Smartphoes aussehen, die mit Microsofts Betriebssystem WP 7.5 Mango auf den Markt kommen.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal meinte der Chef-Designer wörtlich: „Wir werden den Trend der Reduktion und hin zu natürlichen Formen weiterführen. Vergleichen sie das mit den schwarzen, grauen und metallenen Rechtecken mit abgerundeten Ecken , die sie derzeit auf dem Markt sehen.“

Nokia Windows Phones

Aber nicht nur das Design ist schließlich für den künftigen Erfolg der neuen Smartphone-Genreration verantwortlich. Das weiß nicht nur der Chef-Designer, sondern auch die Konzernspitze. Daher legt Nokia selbstverständlich auch erheblichen Wert darauf, dass auch die Technik konkurrenzfähig bleibt. Ahtissari meinte dazu, dass die Kunden von Nokia mehr erwarten, als nur Touchscreen-Smartphones mit oder ohne physischer Tastatur. Seine Aufgabe sei es in den nächsten Jahren, Innovationen hervorzubringen.

Die beste Hardware bringt allerdings nichts, wenn das Betriebssystem, das auf den Smartphones läuft, den Kunden nicht anspricht und nicht angenommen wird. Laut einer Studie, die erst kürzlich durchgeführt wurde, ist der Marktanteil von Microsofts Betriebssystem Windows Phone 7 weiterhin nur bei etwa 5,7 Prozent und liegt daher weit abgeschlagen hinter Android und Co. zurück. Ob die Strategien und Bemühungen von Microsoft und Nokia daher aufgehen, so wie es sich die Konzerne erhoffen, bleibt daher noch abzuwarten.

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